Pastinake - das würzige Wintergemüse

Was sind Pastinaken eigentlich und was muss ich beim Kauf beachten?

Die Pastinake ist bereits seit vielen Jahrhunderten in Europa beheimatet und wird hierzulande vor allem in Frankreich, England, Skandinavien sowie den Niederlanden angebaut. Zudem bieten auch die USA dem Wurzelgemüse beste Bedingungen für den breiten Anbau. Als typisches Herbst- und Wintergemüse bekommt man die frischen Knollen in der Regel von Anfang Oktober bis Mitte März. Beim Einkauf gilt eine ganz einfache Regel: je kleiner die Knolle, desto besser! Warum? Weil kleinere Pastinaken zarter sind und große beim Kochen schnell „holzig“ werden können. Zudem sollte man darauf achten, dass die Schale unversehrt und nicht matt oder runzlig ist. Wenn die Blätter frisch und saftig aussehen und nicht etwa gelb und schlaff, deutet das auf eine frische Pflanze hin.

Früher lagerte man Pastinaken nach der Ernte zumeist in kühlen Kellerräumen oder grub sie im Garten ein. Heute kommen sie im Idealfall ins Gemüsefach des Kühlschranks – am besten ungewaschen und ohne Verpackung! Damit die Pastinake nicht austrocknet oder schimmelt, kann man sie mit einem leicht feuchten Küchentuch abdecken. Pastinaken lassen sich aber auch wunderbar einfrieren – dazu einfach die Knollen waschen, putzen und schälen, nach Belieben zerkleinern und für ein bis zwei Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Danach gut abtropfen lassen und in Gefrierbeutel füllen. Eingefroren sind Pastinaken etwa ein Jahr lang haltbar.

Was ist der Unterschied zwischen Pastinake und Petersilienwurzel?

Äußerlich ist die Pastinake nur schwer von der Petersilienwurzel zu unterscheiden. Das ist kein Zufall, denn vom botanischen Standpunkt aus ist die Pastinake sozusagen eine Kreuzung aus Karotte und Petersilie. Und auch in den Anbaubedingungen und den Inhaltsstoffen ähneln sich Pastinake und Petersilienwurzel stark. Worin also liegt nun eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Gemüsesorten?

Auseinanderhalten kann man die beiden Verwandten zunächst einmal durch ihre Größe: Während die Petersilienwurzel etwa drei bis fünf Zentimeter dick und rund 20 Zentimeter lang ist, kommt die Pastinake meist auf die doppelte Länge und ist im Kopfteil auch deutlich umfangreicher. Noch deutlicher aber ist der geschmackliche Unterschied: Pastinaken haben ein eher nussig-würziges Aroma und weisen durch den hohen Zuckergehalt eine leichte Süße auf, weshalb die Pastinake auch besonders häufig in Babynahrung verwendet wird. Die Petersilienwurzel dagegen schmeckt so, wie es ihr Name schon ankündigt: nach Petersilie.

Wie schmecken Pastinaken und wie gesund sind sie tatsächlich?

Im Geschmack ist die Pastinake leicht süßlich/nussig und würzig. Sie eignet sich daher besonders gut für deftige Wintergerichte. Die Zubereitung ist denkbar einfach: Die Wurzeln werden wie Karotten geschält und die beiden Enden gekappt. Anschließend kann man sie genauso verarbeiten wie Karotten oder Kartoffeln und daraus Pürees, Suppen, Aufläufe, Gratins oder Eintöpfe zubereiten.

Seine stärkenden Eigenschaften, aufgrund derer sie in früheren Jahrhunderten auch als wichtiges Grundnahrungsmittel galt, verdankt das Wurzelgemüse seinem relativ hohen Kohlenhydratanteil. Ganze 12% der Pastinake entfallen auf Zucker, Stärke sowie den Quellstoff Pektin. Die enthaltenen ätherischen Öle sorgen dafür, dass das Gemüse über eine leicht antibakterielle Wirkung verfügt. Zudem trägt die Pastinake enorm zur Deckung unseres täglichen Vitamin C Bedarfs bei und auch zahlreiche B-Vitamine und Mineralstoffe hat sie mit im Gepäck. Kein Wunder also, dass die Pastinake vor allem in kräftigenden Gemüsebrühen Verwendung findet, denn bei diesen Inhaltsstoffen dürfte die nächste Erkältung schnell wieder überstanden sein. Damit wäre auch bestens dargelegt, warum wir in unserem VeggiePur auf keinen Fall auf die tolle Knolle verzichten können.

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