Knollensellerie - harte Knolle, reicher Kern

Schon die Alten Ägypter und Griechen schätzten den Sellerie vor allem als Heilpflanze, seit dem Mittelalter ist er auch hierzulande bekannt: der Knollensellerie beziehungsweise “Knollerie”, wie wir von VeggiePur ihn liebevoll nennen. Optisch ist er sicher nicht jedermanns Sache. Dass man sich erst durch seine harte Schale kämpfen muss, macht es nicht besser. Geschmacklich aber macht ihm so schnell keiner was vor, nicht umsonst hat er seinen festen Platz in der europäischen Küche.
 
Sein Äußeres lässt es ahnen: der Knollensellerie zählt zu den robusten Gemüsesorten und verträgt raues Klima. Entsprechend lässt er sich auch in unseren Graden problemlos anbauen. Seinen intensiv-aromatischen Geschmack und Geruch verdankt das Knollengemüse dem hohen Anteil an ätherischen Ölen. Mit ihrer Hilfe hält er sich Bakterien, Pilze und andere Schädlinge vom Leib - und uns auch. Denn die scharfen ätherischen Sellerieöle wirken in unseren Schleimhäuten von Mund, Rachen und Magen und im Darm ebenfalls desinfizierend. Nicht umsonst setzt ihn die Naturheilkunde traditionell gegen Beschwerden der Niere, Blase und Harnwege ein. Das sehr kalorienarme Gemüse wirkt außerdem entwässernd und schleust Säuren aus dem Körper - kein Wunder, dass er der perfekte Begleiter auf dem Weg zur Bikini-Figur ist. 

Komplett-Paket für starke Nerven
 Die Vitamine der B-Gruppe wirken in unserem Körper am besten im Verbund - fehlt eines, sinkt auch der Nutzen der übrigen. Im Sellerie sind tatsächlich alle Vertreter der B-Vitamine in einem ausgewogenen Verhältnis vertreten, als besonderes Geschenk der Natur sozusagen. Die B-Vitamine kurbeln unseren Stoffwechsel an und pumpen Energie in unsere Körperzellen. Und sie sind die Grundnahrung für unsere Nerven und unser Gehirn. Schüler, Studenten, Stressgeplagte und Sportler tun also gut daran, ihre Konzentrationsfähigkeit und Kondition mit ausreichend Vitamin B zu stärken. 
 
Grundlage der südeuropäischen Küche
Saucen und Schmorgerichte sind nicht denkbar ohne den aromatischen Knollensellerie. Unschlagbar ist die Kombination von Sellerie, Karotten und Zwiebeln. Kleingeschnitten und angebraten bildet das Gemüsetrio als “Sofritto” in der italienschen Küche die Basis für Bolognese und zahlreiche weitere Fleisch- und Fischgerichte. Die französische Küche kennt diese Kombination aus angebratenen Wurzelgemüsewürfeln als “Mirepoix”. Wer auf der Suche nach neuen Geschmacksvarianten ist, kann den Sellerie aber auch mit Aromen wie Meerrettich und Curry oder süß mit Früchten und Zimt kombinieren.
 
Kurioses zum Sellerie

  • Homer besingt den Sellerie in seiner Odyssee als Lieblingsgemüse der Zauberin Kalypso. Seitdem haftet ihm sein Ruf als Aphrodisiakum an. Ob zu recht konnte bislang allerdings nicht belegt werden. Wir würden sagen: Probiert es doch einfach aus und berichtet uns, wenn es funktioniert hat ;-)

  • Sellerie statt Lorbeeren ernten: Bei den Griechen genoss der Sellerie sogar so großes Ansehen, dass damit die Sieger der Sportwettkämpfe bekränzt wurden.

  • Die antike griechische Stadt Selinunt (“Wilder Sellerie”) auf Sizilien verdankt ihren Namen dem üppigen Selleriewachstum

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.